Erfahrungsbericht Opel AmperaE - Der Ampera E im Einsatz

  • Hallo zusammen
    gerne berichte ich von meinen ersten Erfahrungen mit meinem Ampera e. Ich verzichte bewusst auf ein ganzes und vollständiges Review und benenne nur
    die für mich am Anfang auffallenden Punkte. Wenn ihr etwas Spezielles oder Präziseres wissen wollt - meldet euch einfach.



    Empfangnahme
    Nach der obligatorischen Administration stellte uns der Händler das Zubehör vor. Ich nenne nur das, was für einen Stromer relevant ist.Bei uns dabei:
    - Notladegerät mit einphasigem (blauem) Cee16 Stecker, dazu ein Adapter auf CHer Typ13
    - Typ 2 Ladekabel 1phasig 32A
    Irgendwelche Erklärungen zum System, Hilfe, oder Tricks/Tipps gab es keine....



    Erste Fahrt:
    Elektro typisch: Anzugsstark, agile und gute Strassenlage. Das Wichtigste ist aber der "L" Mode sprich one-Pedal-drive. Unglaublich intuitiv, nach kürzester Angewöhnungszeit (max 3km) möchte ich das schon nicht mehr hergeben. Ich habe den Ampera e erst seit etwas über 24h. Ich bin damit zur Arbeit gefahren, welche Land- und Stadtgebiete beinhaltet, und habe nie die Bremse nie nutzen müssen. Dies nicht aus Starrsinn oder mit unnatürlichem ewig langem "ausrollen".Die Rekuperation wirkt effektiv und wirkungsvoll wie Bremsen, damit dies für andere Autofahrer ersichtlich, leuchten automatisch die Bremslichter auf - sehr sinnvoll.



    Infotaiment
    Damit bin ich noch nicht wirklich warm geworden:
    - Die Grundlegenden EInstellungen sind auffindbar.
    - Das Radio mit DAB+ (hatte ich bisher nicht) macht spass.
    - Verbindung zu Smartphone (Iphone 6 mit IOS 11) per Bluetooth und Kabel geht schnell
    - Carplay insbesondere die Karten App ist mir noch schleierhaft. Ob das an Appel oder Opel liegt kann ich nicht sagen. Die Opel eigene App ist auf jeden Fall nicht Carplay
    tautlich :-(
    - Es geht nur die Apple Karten App. Google, Here we go, .... sind nicht kompatibel



    Laden
    In den Ladeeinstellungen sind spezielle Einstellungen drin, welche mich auf Anhieb irritiert haben (erschreckt bezeichnet es wohl noch treffender). Bei Sofortladen kannst du bei den Ladeeinstellungen zwischen 6A und 10A wählen. Wählst du 10A kommt sogar ein Popup, welches dich vor Schäden an der Hausinstallation warnt. Dies liess nichts Gutes ahnen was die Ladedauer anbelangt. Ich habe speziell für das Auto eine neue Leitung verlegt CEE16A. Das Ziel ist aber ein CEE32 dafür muss ich wirklich neue Hauszuleitungen und Installationen habe, diese habe ich auch bereits in Auftrag gegeben. Sollte das nun vergebens sein?
    Nun musste ich also die effektive Ladeleistung testen. Dazu habe ich einen Smappee Smartmeter genommen, das ausschliesslich die Zuleitung für die Ladestation misst. Später bin ich noch an eine DC Ladestation (22KW) gefahren um das auch noch zu überprüfen. Eine Nebenbemerkung sei mir erlaubt. Der Ladestand war bei ca 90% um die effektive Ladeleistung zu sehen wollte ich diesen auf unter 80% bringen, was bei der Reichweite vom Ampera e nicht so schnell gemacht ist. Ich habe dann zur Not einen Berg erklummen und bin ohne Rekuperation heruntergefahren. Das hat ein Wenig geholfen.


    Nun zum Resultat
    - Ladung zu Hause an CEE16 Anschluss mit der E-lime.Chargbox zieht Problemlos mit 20A (im Testbetrieb ausnahmsweise auf 20A eingestellt) mit einem NRGKick quergeprüft.
    - Ladung an AC/DC Station in Egerkingen CH beides in voller Leistung möglich.


    Fazit
    Die angegebene Ladeleistung von 32A einphasig sollte erreichbar sein. Sobald ich das verifiziert habe melde ich.



    Reichweite
    Kann ich leider noch sehr wenig sagen. Nach ersten Einschätzungen sollten aber >400km drin liegen.



    So dies in aller kürze, ich bin schonmal glücklich mit dem Ampera e. Ein Auto das definitiv die Wende einleiten könnte....



    Fragen sind ausdrücklich erwünscht :-)


    So long
    hermre




    PS: Wenn jemand von Euch schon Erfahrungen mit Carplay gemacht hat und Tipps für mich hat... nehme das gerne an

  • wie waren deine Erfahrung im Winter? Also Verbrauch, Eiskratzen, wärme im Auto usw usw.

  • Im Winter ist der Verbrauch aus meiner subjektiven Sicht sehr hoch, dies wirkt sich umgehen auf die Reichweite aus. Ich erreiche bei 10° Aussentemperatur, Innentemperatur auf 21° und Autobahn (Schnitt 120km/h) noch knapp 280km Reichweite. Ich denke dies ist vor allem der konventionellen Heizung geschuldet. Eine Wärmepumpe würde enorm viel bringen.
    Eiskratzen gibt es bei mir eigentlich nicht mehr. Das Vorklimatisieren funktioniert einwandfrei, die Scheiben werden frei. Sogar die Fahrer-Sitzheizung wird eingeschaltet. Was an Arbeit bleibt ist das Dach und die Lichtanlage freizumachen.
    Auf Schnee und Eis verhält sich der Ampera e gutmütig, die Brems- und Sicherheitssysteme greifen und regeln wie sie sollen.

  • Bei mir sieht es ähnlich aus wie bei hermre.
    Im Winter geht die Reichweite stark herunter. Die Heizung funktionieret sehr gut aber verbraucht sehr viel Strom dabei.


    Ich hatte im Letzten Winter bei bis -15°C 250 - 320 km je nach Strecke und Heizungseinstellung.
    Da ich es eh nicht so gerne sehr warm habe steht meine meist auf 18 - 19 °C.
    Die Reichweite kann auch noch weniger werden wenn das Auto nachts bei Minusgraden draussen steht (Temperaturmanagement des Akkus)
    Meiner ist zum Glück fast immer in der Garage.


    Bei starken Minusgraden empfiehlt es sich sogar des Ladekabel anzuschließen um die Akkus vorgewärmt zu haben wenn man das Haus verläßt.


    Ich stimme hermre zu das ein Wärmetauscher hier viel geholfen hätte. So liegt der Verlust an Reichweite im Winter (Heizen Innenraum + Wärmen Akkus) bei seht niedrigen Temperaturen bei gut 20%. Selbst jetzt in der Übergangszeit (Früh 2-5°C) habe ich bei Kurzstrecke schon > 10 %.

  • also selbst für mich wären 280 Km für ca 7 Tage ausreichend, so dass ich nur ein Mal in der Woche an die Dose musste, da ich am Tag insgesamt um die 40-42 km fahre. Und das wäre akzeptabel, wenn bloß nur in der Nähe Ladestation wäre.

  • Eigentlich ein optimales Scenario für ein E-Auto, nur ohne Ladestation zu Hause ist das weniger praktikabel.
    Der größte Vorteil ist ja gerade dass man früh immer ein geladenes Fahrzeug hat und man die Kosten gut kalkulieren kann.
    Ich habe bisher > 90 % der Kilometer mit heimischen Ökostrom zurückgelegt.


    In manchen Gebieten bieten die lokalen Stadtwerke recht günstige Ladeplätze mit speziellen Karten. Kenne ne Zoe Fahrerin bei uns die hauptsächlich dieses nutzt.